Allblues Konzert: Richard Galliano «8 Seasons» , Tonhalle Zürich, veröffentlicht auf www.innerschweizonline.ch und www.bochumer-zeitung.net

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Vorinformationen des Veranstalters allblues:

Jazz Recitals: Viva Vivaldi
Es gibt Werke, deren Bekanntheitsgrad den Blick auf ihr ungemeines innovatives Potenzial verstellt. Zu diesen Werken gehört zweifellos auch das Violinkonzert «Die vier Jahreszeiten» von Vivaldi: ein Werk, mit dem der venezianische Barock-Komponist neue Massstäbe setzte in der kunstvollen Imitation von allerlei Geräuschen: etwa sanfte Winde und Stürme, Vogelgezwitscher und Hundegebell – ja sogar das Schnarchen eines Betrunkenen wird hier in Musik verwandelt. Wer wäre besser dafür geeignet, den Vivaldi-Evergreen in ein neues Licht zu tauchen, als der französische Akkordeon-Charmeur und Crossover-Spezialist Richard Galliano? Er hat sich ja bereits erfolgreich mit Astor Piazzolla und Bach, Billie Holiday und Edith Piaf auseinandergesetzt. Mit anderen Worten: Der Alchemist Galliano ist der richtige Mann, wenn es darum geht, bekannte Musikstücke auf überraschende und mitreissende Weise zu transformieren.

Rezension von Irène Hubschmid:

Richard Galliano Akkordeon, Jean-Marc Phillips-Varjabédian & Bertrand Cervera Violine, Jean-Marc Apap Viola, Éric Levionnois Violoncello, Sylvain Le Provost Kontrabass

Antonio Vivaldi (1678-1741): Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten)
Astor Piazzolla (1921-1992):Las cuatro estaciones porteñas (Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires)

Was wurde mit Antonio Vivaldis »Jahreszeiten« nicht schon alles angestellt! Es ist jeweils Geschmacksache. Die Interpretation  des französischen Akkordeonisten Galliano, der vom Jazz kommt, erweist sich ebenfalls als unterhaltsam. Vivaldis Ohrwurm von 1725, tönt bei dem Musiker vertraut und zugleich verfremdet. Besonders in den leisen Passagen schwelgt der Zuhörer. Das enthusiasmierte Publikum konnte sich nicht zurückhalten und ehrte die Musiker mit Zwischenapplaus nach jedem Satz. Mit seinem klangmalerischen Arrangement nähert sich Galliano Vivaldi an, durch sein Streichquintett.

Danach spielten die virtuosen Interpreten die vier Jahreszeiten von Buenos Aires. Komponist: Astor Piazzolla. Natürlich gemischt von pulsierenden Klängen des Tangos. Faszinierend! Piazzolla war der Mentor Gallianos. Beide waren Barmusiker mit klassischer Ausbildung. 2003 widmete Galliano dem verstorbenen Komponisten Piazzolla das Album „Piazzolla forever“.

Eigentlich wäre das Konzert zu Ende gewesen, aber das Publikum applaudierte dermassen hingerissen, dass die Künstler noch mehrere Zugaben spielten. Diesmal Eigenkompositionen von Richard Galliano. Musette, Tango und ein Gemisch von Zigeunermusik. Bei der sich der erste Violinist Jean-Marc Phillips besonders mit seiner Brillanz bewies.

Fotodiashow Richard Galliano:

http://fotogalerien.wordpress.com/2014/01/31/fotodiashow-allblues-konzert-richard-galliano-8-seasons-tonhalle-zurich-27-januar-2014/

Die Atmosphäre der Tonhalle war in ein intimes, bläulich, violettes Licht getaucht. Eher ungewohnt, aber stimmungsvoll.

Video von Richard Galliano:

http://www.universalclassics.fr/richardgalliano/vivaldi/video.html

Link auf die Homepage von Richard Galliano

http://www.richardgalliano.com/

Konzertveranstalter und einige Fotos: www.allblues.ch

andere Fotos von Homepage Richard Galliano

www.innerschweizonline.ch

www.bochumer-zeitung.net

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