Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Tonhalle Zürich, 20. März 2015veröffentlicht auf www.innerschweizonline.ch, www.bochumer-zeitung.net und www.european-news-agency.de

Royal Stockholm Philharmonic Orchestra

Konzertprogramm:

Arthur Honegger (1892-1955) Allegro „Rugby“ Mouvement symphonique Nr. 2

Peter Tschaikowski (1840-1893) Allegro moderato, Canzonetta Andante, Finale Allegro vivacissimo, Konzert für Violine und Orchester, D-Dur op. 35

Nach der Pause:

Jean Sibelius (1865-1957), Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39, Andante ma non troppo – Allegro energico, Andante (ma non troppo lento), Scherzo (Allegro), Finale (quasi una fantasia) Andante – Allegro molto

Rezension:

Dirigent Sakari Oramo

Honegger’s Rugby: Musik und Sport! Der Schweizer Komponist Arthur Honegger brachte die grössten Fachkenntnisse mit, war er doch ein begeisterter Hobbysportler. Die Sinfonie klang dementsprechend laut und rhythmisch. Sie verlangt auch viel Sportlichkeit von Dirigent und Orchester, ebenso vom Zuhörer. Aber zwischendurch gab es nichtdestotrotz auch sehr melodiöse Momente.

Dann folgten slawische Klänge:

Patricia Kopatchinskaja, Solistin Violine

Die Solistin Patricia Kopatchinskaja begeisterte den vollbesetzten Saal mit ihrer Interpretation von Tschaikowski. Die Künstlerin gilt (laut WDR) als „Naturereignis“. (Welch Zufall, dass am selben Tag eine partielle Sonnenfinsternis durch die Planetenkonstellation ausgelöst wurde). Die Zuhörerschaft zeigte mit dem Applaus einen derartigen Enthusiasmus, dass der finnische Dirigent Sakari Oramo und die Solistin, gebürtige Moldawierin und Wahlschweizerin, gemeinsam noch eine Zugabe auf ihren Violinen spielten. Ein ungewohnter Anblick, aber amüsant, wie die zwei Musiker im Takt tanzten zu Ligetis „Balada si joc“. Als krönender Abschluss gewährte die energische Patricia Kopatchinskaja noch als zweite Zugabe das Violinen Solo von Jorge Sanchez-Chiong: Crin 1996.

Nach der Pause: Die Sinfonie Nr. 1 von Jean Sibelius. Zum Auftakt der Komposition spielte nur ein Klarinettist mit leisen, sanften Tönen, die sich aber steigerten zu schrillen Klängen. Die Pauke und Hörner waren gefordert, dazwischen hörte man perlend, zarte Harfentöne.

Einen stimmungsvollen Frühlingsanfang bereitete uns das fantastische Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und die herausragende Solistin.

«Wer mit einer vorgefertigten Meinung ins Konzert kommt, kann bei mir nur enttäuscht werden. Ich spiele nicht das, was man erwartet » (Patricia Kopatchinskaja im Gespräch mit Christian Berzins).

Patricia Kopatchinskaja im Gespräch mit Christian Berzins

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