ZKO: Saisonabschluss mit Mozart und Sir James Galway Tonhalle Zürich, 23. Juni 2015,veröffentlicht auf www.innerschweizonline.ch, www. bochumer-zeitung.net und www.leonardwuest.en-a.ch/

Zürcher Kammerorchester

Zürcher Kammerorchester

Besetzung und Programm:

Zürcher Kammerorchester
Sir Roger Norrington, Dirigent
Sir James Galway, Flöte

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 6 F-Dur KV 43

Flötenkonzert Nr. 2 D-Dur KV 314

Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 «Prague»

Rezension:

Vor dem Konzert trat, wie immer, der in barockem Stil gekleidete Majordomus des ZKO auf die Bühne und verkündete mit französischem Akzent: Der Verleger, Musikerzieher, Komponist, Publizist, Dichter und Kulturpolitiker, J. G. Nägeli (1773-1836, Biografie über am Ende des Artikels eingefügten Wikipedia Link erreichbar) aus Zürich hätte gesagt oder geschrieben, Mozart sei ein unreiner, eilfertiger Komponist. Nun dies mag sein, weil er in vielen Kompostionen stibitzt hatte von seinen früheren Werken. Trotzdem war Mozart genial.

Das Zürcher Kammerorchester spielte zum Saisonabschluss im grossen Saal der Tonhalle Zürich den ganzen Abend „nur“ Mozart. Sehr zu bedauern, dass der Dirigent Sir Roger Norrington (principal conductore, des ZKO) sein Amt aufgibt und sich an diesem Abend offiziell vom Publikum verabschiedete. Das Konzert leitete er (*1934), gesundheits- altersbedingt, im Sitzen.

Die Sinfonie Nr. 6, die Mozart, von seinen Vertrauten liebevoll Wolferl genannt, mit elf Jahren schuf, offenbart bereits seine aussergewöhnlichen musikalischen Qualitäten.

Sir James Galway, Solist Querflöte

Sir James Galway, Solist Querflöte

Der Querflötensolist Sir James Galway, zelebrierte das Flötenkonzert Nr. 2 in den reinsten Klängen, besonders das Allegro aperto war sensationell! Der aus Irland stammende, weltberühmte Musiker, dem es immer wieder gelingt, übermütig musikalische Grenzen zu überschreiten, beschenkte das frenetisch applaudierende Publikum noch mit drei Zugaben: Traditional, Brian Boru March und wie er sagte, speziell für Sir Roger Norrington : Danny Boy, eine in seiner Heimat sehr populäre Melodie. Der abseits der Bühne sitzende Norrington, nahm es gerührt und goutierend zur Kenntnis. Zum Abschluss noch den Satz: Badinerie aus der Orchestersuite Nr. 2 h-Moll von J. S. Bach.

Dirigent Sir Roger Norrington

Dirigent Sir Roger Norrington

Nach der Pause meinte Sir Norrington schelmisch zum Publikum: Anschnallen bitte!

Für das sehr temperamentvolle Adagio-Allegro der Sinfonie Nr. 38, die sogenannte „Prager“, wiederverwendete Mozart die am Anfang seiner Oper Don Giovanni gesetzte Partitur. Anschliessend an das Konzert ernannte das Zürcher Kammerorchester Sir Norrington zu ihrem Ehrendirigenten, dies verdienterweise und auch verständlich, denn selten spürt man eine solch gemütliche Vertrautheit zwischen Leiter und Orchester. Das Publikum im vollbesetzten Saal bekundete seine Begeisterung mittels einer Standing Ovation.

Näheres zu Hans Georg Nägeli (1773 – 1836) über diesen Link:

de.wikipedia.org/wiki/Hans_Georg_N%C3%A4geli

Fotos: zko.ch/Home

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