Luzerner Theater: Bin nebenan Monologe für zuhause von Ingrid Lausund, Premiere

 Bin nebenan Monologe für zuhause von Ingrid Lausund

Bin nebenan Monologe für zuhause von Ingrid Lausund

Produktionsteam

Maxime Mourot Inszenierung
Christian Schweizer Kostüme
Carmen Bach Dramaturgie

Besetzung

Julia Doege Sie, Sven Gey Er

Rezension:

Grundsätzliches zum Stück (Quelle: Homepage des Luzerner Theaters): „In zwölf Episoden zeigt Ingrid Lausund skurrile, vereinsamte und verunsicherte Zeitgenossen, die in ihren kleinen Paralleluniversen Überlebenskämpfe ausfechten. Während sie über Kamine, Stehlampen und Vorratskammern sprechen, offenbaren sich Ängste und Unzulänglichkeiten. Da wird der neue Esstisch zum absurden Symbol einer gescheiterten Beziehung, eine Teekanne mit Migrationshintergrund führt direkt in eine Nachbarschaftskrise. Mint und Hellblau gegen ein bedrohliches Aussen, Gemütlichkeitsrituale gegen Panikattacken, die perfekt geputzte Küche als pseudo-sakraler Raum. Es sind Texte über wackelige Lebensfundamente und sanierungsbedürftige Innenräume.

Ingrid Lausund gehört zu den meistgespielten Autorinnen der Gegenwart. Nach ihrem Regiestudium gründete sie mit Studienkollegen ein freies Theater in Ravensburg, wo erste Stücke entstanden. Sie war Hausautorin und Regisseurin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und lehrt regelmässig am Mozarteum in Salzburg, an der Folkwang Universität der Künste in Essen und der Hochschule der Künste Berlin.

Die Schauspielerin Julia Doege schloss 2006 ihr Studium an der Zürcher Hochschule der Künste ab, danach war sie an Theatern in Wilhelmshaven, Bielefeld, Hamburg, und zuletzt in Aachen engagiert. Sie lebt als freie Schauspielerin in Köln und steht auch für Film und Fernsehen vor der Kamera. Der Schauspieler Sven Gey, 1986 in Köln geboren, studierte Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Neben dem Studium gastierte er am Schauspielhaus Bochum und am Schauspiel Essen. 2012 bis 2014 war er festes Ensemblemitglied am Theater St. Gallen und ist nun freischaffend.

Als Gastschauspieler sind sie nun am Luzerner Theater tätig.

Für die Regie zeichnet Maxime Mourot. Er hat sein Abitur in Koblenz gemacht und war Regiehospitant am Konzert Theater Bern. Seit letzter Spielzeit arbeitet er als Regieassistent am Luzerner Theater. «Bin nebenan» ist seine erste Inszenierung.

Auch das Bühnenbild und der Ton waren passend: David Clormann und Gregor von Wyl.

Ein wahrlich unterhaltsamer Abend! Er war als Monologe angekündigt, da denkt man fast an ein Hörspiel. Von wegen, die Inszenierung war überaus interessant und unterhaltsam, dargeboten von zwei hervorragenden Darstellern. Wie sie die zwölf Episoden virtuos spielerisch umsetzten war brillant.

 

Das Stück ist aktuell. Ein Spiegel unserer Gesellschaft. Single, einsam, wohlstandneurotisch und zielgruppenorientiert. Es ist ein Glück, dass es nicht ein modernes oder ein klassisches Werk ist, das, weil einfach modern inszeniert, keiner versteht. Der frenetische Applaus des Publikums verdeutlichte dies.

Fotos: luzernertheater.ch

Veröffentlicht auf: innerschweizonline.ch

http://www.bochumer-zeitung.net/

http://www.leonardwuest.en-a.ch/

Homepages der andern Kolumnisten: www.leonardwuest.ch

www.marvinmueller.ch www.gabrielabucher.ch
Paul Ott/Paul Lascaux:www.literatur.li [content_block id=29782 slug=ena-banner]

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter meine rezensionen von opern, konzerten usw. veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.